Kleinserien und Prototypen

Produktion

Kleinserien und Prototypen

Herbert Kunkel, Geschäftsführer der Linde-Tochter Proplan Tranport- und Lagersysteme GmbH, über die Entwicklung des ROTRAC und darüber, was es bedeutet, einen ICE zu bewegen.

Portrait von Herbert Kunkel, Geschäftsführer der Linde-Tochter Proplan Herbert Kunkel, Geschäftsführer der Linde-Tochter Proplan

Was war der Auslöser für die Entwicklung des ROTRAC ?

Wir hatten auf einer Messe mit einem Demonstrationsfahrzeug gezeigt, was mit modernen Elektroantrieben möglich ist. Ein Vertreter der G. Zwiehoff GmbH kam dann auf uns zu und fragte, ob wir die Technologie auch bei einer Draisine zum Einsatz bringen könnten. Das war eine ganz besondere Aufgabenstellung, an die wir vorher nicht gedacht hatten.

Was war das Besondere daran?

Es war von vornherein klar, dass der ROTRAC bis zu 250 Tonnen ziehen muss – Ein Fahrzeug so groß wie ein Schreibtisch soll also einen ganzen ICE bewegen. Das widerspricht schon rein optisch den Erwartungen und ist technisch eine echte Herausforderung.

Wie sind Sie an das Projekt herangegangen?

Eigentlich wie immer. Wir haben die Anforderungen analysiert und waren uns schnell sicher, dass so etwas mit der Linde-Technologie möglich ist. Anschließend haben wir vorhandene Serienkomponenten speziell für die Draisine konfiguriert. Und plötzlich schienen uns 250 Tonnen leicht zu schaffen.

Auf welche Stärken in Ihrem Unternehmen kommt es dabei an?

Zunächst einmal ist das Zusammenspiel von Linde Material Handling und Proplan besonders wichtig. Wir greifen auf einen riesigen Erfahrungsschatz bei Linde MH zurück. Zentrale Fragen zu Akku, zur Lade- oder Antriebstechnik werden dort seit Jahrzehnten ganz praktisch beantwortet. Dazu kommt das Engineering-Know-how von Proplan in der Produktion von Kleinserien und Prototypen. In dieser Kombination können wir sehr schnell außergewöhnliche Ideen umsetzen.

Wo sehen Sie neue Chancen für Proplan?

Unsere Spezialität ist die Entwicklung von E-Fahrzeugen für explosionsgefährdete Bereiche. Hier sehen wir auch für den ROTRAC neue Möglichkeiten, beispielsweise in der chemischen Industrie. Es wird sich in Zukunft aber noch eine ganze Reihe von neuen Anwendungen ergeben.

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